Malerei

Thomas Gatzemeier Sturz 2003 Öl auf Leinwand 240 x 150 cm
Sturz | 2003 | Öl auf Leinwand | 240 x 150 cm
Pastoses Ölgemälde von Thomas Gatzemeier Wildkopf aus dem Jahr 2003 Öl auf Leinwand Größe 50 x 40 cm
Thomas Gatzemeier | Wildkopf | 2003 | Öl auf Leinwand | 50 x 40 cm

Eine Farberuption auf kleiner Fläche. Ein wahres Farbgewitter entlädt sich und ein Kopf wächst schemenhaft durch die Farbmassen.

Die Kraft der Malerei trifft auf die Intuition. Scheinbar tachistisch wild gibt der Künstler der Farbe letztendlich eine Form. Bei genauer Betrachtung schält sich ein Kopf aus der Malerei und man erkennt Formen, die an James Ensor erinnern. Dieses eher kleine Format stammt aus den frühen 2000er Jahren. Der “Endzeit” des Werkzyklus der abstrakt-expressionistischen Phase des Künstlers.

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Thomas Gatzemeier Nacht 2003 Öl auf Leinwand 120 x 140 cm
Nacht | 2003 | Öl auf Leinwand | 120 x 140 cm
Thomas Gatzemeier Der Ausstieg 2003 Öl auf Leinwand 100 x 110 cm
Der Ausstieg | 2003 | Öl auf Leinwand | 100 x 110 cm
Thomas Gatzemeier | Der Manirismus 2003 (nach einer Zeichnung von Pontormo) Öl auf Leinwand 100 x 110 cm
Thomas Gatzemeier Das Bein 2003 Öl auf Tischlerplatte 89 x 129 cm
Das Bein | 2003 | Öl auf Tischlerplatte | 89 x 129 cm
Thomas Gatzemeier Licht und Farbe 2002-03 Öl auf Leinwand 49 x 42 cm
Licht und Farbe | 2002-03 | Öl auf Leinwand | 49 x 42 cm

Die Auswirkungen der intensiven formalen und kompositorischen Arbeit am Monumentalgemälde der Himmelfahrt in der Marienkirche in Crailsheim – Onolzheim haben in Gatzemeiers` Werk tiefe Spuren hinterlassen.

Schwebende, stürzende und ineinander verschränkte Körper besiedeln seit dem seine Leinwände, bis sie einige Jahre später aufhellen und eine fast klassizistische Klarheit Raum greift.

In dem Bild Sturz von 2003 vermischt sich realistische Darstellungsweise und Fragmentierung, die schon Jahre zuvor in Bleistiftzeichnungen durchexerziert wurde und auch in die Keramikplastiken des gleichen Jahres übernommen wird. Ein exemplarisches Beispiel ist die große Wandarbeit „Fragmente“.

Arbeiten auf Papier

Thomas Gatzemeier | Betrachtung | 2003 |
Thomas Gatzemeier | Betrachtung | 2003 | Mischtechnik auf Aktie | 31,5 x 45 cm

Da sich Thomas Gatzemeier schon seit den 80er Jahren mit der Überarbeitung gefundener Materialien beschäftigt, wissen auch viele seiner Freunde davon.

So geht ihm das Material nicht aus. Einer dieser Freunde konnte ein interessantes Konvolut alter Aktien erwerben und schenkte diese dem Künstler zur Weiterbearbeitung. Dieses Papier ist nicht nur formal interessant, sondern auch aus reinem Hadern. In dem Fall aus Baumwolle. Also haltbar, lichtecht und gut zu bearbeiten.

Plastik | Keramik

Wandinstallation

Wandarbeit Details 2003 24 Teile weiß glasiert _ engobiert ca. 200 x 300 cm
Thomas Gatzemeier | Wandarbeit | Details | 2003 | 24 Teile weiß glasiert, engobiert | ca. 200 x 300 cm

Da Thomas Gatzemeier der Umgang mit Keramik vertraut ist, nahm er die Einladung der Majolika Manufaktur Karlsruhe  als Gastkünstler des Jahres 2003 eben da zu wirken gern an.

Gatzemeiers Mutter hat auf der Kunstgewerbeschule bei Kurt Feuerriegel das Handwerk einer Keramikerin gelernt und ihm früh in dieses Handwerk eingeführt.

In den Jahren des Ausstellungsverbotes von 1984 – 86 existierte seine Familie durch den Verkauf kunstgewerblicher Gegenstände, die Thomas Gatzemeier in einer schnell aufgebauten Keramikwerkstatt in Serie herstellte. Zu nennen sind Setzkastenfiguren, Aschenbecher, Weihnachtsglöckchen, Vögel und Katzen in Gussverfahren.

Da die DDR eine der größten Marktlücken der Welt darstellte, war der Vertrieb unproblematisch.

Seine plastischen Arbeiten aus der Majolika – Zeit greifen Formulierungen aus Zeichnung und Malerei auf und transportieren diese in die Dreidimensionalität. Das leicht zu handhabende Material kommt ihm sehr entgegen, da sich fließende Formen mit diesem Material einfach umsetzen lassen.

Um den Jahrtausendwechsel herum arbeitete ich vermehrt mit deiner Technik, welche ich als „Fragmentierung“ bezeichne. Dabei entstehen bizarre organische Formen und Torsi. Auf meinem Blog können sie einige Zeilen darüber lesen. Auch versuche ich Bezugspunkte zur Kunstgeschichte herzustellen.

Der Text: Fragmantierung und Dekonstruktion in der Kunst.